Wie war nochmal Plan B?
22. März 2006|22:43
Hannover:
Ein guter Freund hat mir neulich eine Geschichte erzählt, die viele entweder schon selbst einmal am eigenen Schuh miterlebt haben, und wovor, wir alle eine genetisch verankernde Ur-Angst entwickelt haben.
Es geht darum, in einen (im schlimmsten Fall frischen) Hundehaufen in Verbindung mit dem eigenen Schuh in Kombination mit einem (in diesem Fall) wichtigen ersten Date. Eine Horrorvision. Ein Alptraum. Aber wahrscheinlich passiert das genau so oft, wie man die Kasse im Supermakt erwischt, an der man am längsten ansteht, oder in China ein Sack Reis umfällt… man weiß es nicht.
Ein guter Freund von mir - nennen wir ihn einfach mal Günter - ist seit einigen Tagen mehr als schlecht drauf. Wegen einer Frau. Aber nicht, weil sie ihm jemand ausgespannt hat, oder weil sie ihn versetzt hat oder ihm einen Korb gegeben hätte. Damit kann Mann umgehen denke ich.
Günter hat da ein nettes Girl in einer Flirt Community kennen gelernt. Also die beiden “laufen” sich dort über den Weg, kommen beide zu dem Schluss, der jeweils andere ist total Klasse. Beide wohnen auch in Hannover und beschließen, sich einfach mal zu treffen.
Günter ist nicht gerade ein Draufgänger und natürlich aufgeregt. Klar. Aber - so etwas passiert ja nicht jeden Tag und es könnte ja mindestens nett werden. Die Zeit vergeht und dann icht es soweit: Zeit, sich auf den Weg zu machen…
In so einer Situation gehen einem mit Sicherheit tausend andere Dinge durch den Kopf. Da sieht man nicht ständig auf den Boden. Auf dem Weg zum Date also - wir haben ungefähr noch 10 Minuten Zeit - passiert es.
Einer Günters Turnschuhe mit relativ fein geriffelter Sohle taucht in einen frischen quasi noch dampfenden widerlichen Hundehaufen. Die erste Einschätzung des Unterbewusstseins kommt zum Ergebnis: “Nee - das wäre zu einfach - bestimmt nur ein nasses Blatt auf der Strasse oder etwas Erde von der Baustelle nebenan (in Hannover wird ja viel gebaut)…”
Ok das war’s… um es kurz zu machen - Günter ist nicht zum Date erschienen. Er ist fluchend und voll Scham nach Hause gegangen, hat die Schuhe weggeworfen, die Hose auch (die hatte auch was abbekommen). Und läuft seitdem mit gesengtem Kopf durch die Strassen - wenn er mal draußen ist. In der Community hat er sich soweit ich weiß auch nicht mehr blicken lassen.
Günter hat das ganze ziemlich mitgenommen - andere wären damit bestimmt auch anders umgegangen - aber so ist er nun mal. Ich Frage mich - damit so was nicht noch mal passiert - gibt es in so einem Moment ein Patentrezept?
“Wenn sie es wirklich ernst meint, nimmt sie mich auch mit Scheisse unterm Schuh” - gildet nicht - ich sag mal da fehlt noch so was wie eine Basis.
Einfach neue Schuhe / Hose kaufen war für Günter auch nicht drin.
Was hättet ihr gemacht?
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Tja...
Meine Hobbys sind lesen, radfahren und ... hab ich vergessen...
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